Ausgangslage

Das Dach des schützenswerten Schlössli (K-Objekt im eidgenössischen Inventar) wies über die Jahre erhebliche Undichtigkeiten auf. Infolge des Feuchtigkeitseintritts wurde die Dachkonstruktion mit den liegenden Bindern beschädigt. Auch die Fassade nahm Schaden, da Teile der Dachrinnen vollständig fehlten. Im östlichen Obergeschoss befanden sich unbeheizte Räume ohne Sanitäranlagen, die als Estrich- und Abstellflächen genutzt wurden. Teilweise waren Fenster zugemauert.

Aufgabe

Der Dachstuhl musste in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege umfassend instand gestellt werden. Dies umfasste den Ersatz von Sparren, Streben und weiterem Konstruktionsholz. Zudem war eine statische Verstärkung erforderlich, um das neue Biberschwanz-Doppeldach sowie das Unterdach dauerhaft tragen zu können. Auch die Spenglerarbeiten wurden vollständig erneuert. Darüber hinaus bestand seitens der Bauherrschaft der Wunsch, im Obergeschoss eine neue, grosszügige Wohnung einzubauen und die Fenster in diesem Zusammenhang ebenfalls zu ersetzen.

Konstruktion

Die bisherige Einfachdeckung des Biberschwanzdaches wurde durch eine Doppeldeckung ersetzt. Auf den Sparren wurde ein Unterdach mit Dachschalung und Folie montiert. Die Decke im Obergeschoss wurde gedämmt und teilweise mit den bestehenden Brettern wieder verkleidet. Der Boden erhielt eine Bodenheizung sowie einen neuen Eichenparkett ohne Längsstösse auf der bestehenden Holzkonstruktion. Auch die Aussenwände wurden teilweise wärmegedämmt und sichtbar belassen.

Besonderheiten

Die sehr alten, jedoch nicht mehr nutzbaren Deckenkassetten durften nicht entfernt werden; Gleiches galt für die bestehenden Bodenkonstruktionen. Auch von den Aussenwänden war möglichst viel der historischen Substanz zu erhalten. Zur Erfüllung der Vorgaben des Energiegesetzes des Kantons Bern waren zudem spezifische Massnahmen erforderlich.

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